Barrio Antifascista 2013

Es ist unser Leben, unsere Zeit, unsere Stadt!

Wir heissen Euch Alle am ersten Mai im Carlo Giuliani Park willkommen – willkommen zu einem Tag des rebellischen, bunten, lauten, ungehorsamen Protests. Zu einem Tag des gemeinsamen Feierns und Kennenlernens. Zu einem Tag des gemeinsamen Demonstrierens, wo und wie es uns gefällt. Zu einem Tag, an dem unser NEIN noch hörbarer wird und weit über den Kiez hinaus schallt!

Am 1. Mai – vor und nach der Revolutionären 1. Mai Demo – BARRIO ANTIFASCISTA Open Air – ab 14 Uhr im Carlo Giuliani Park!

14 Uhr – DJ VAGA *mestizo djset aus berlin
15 Uhr – AHNE *lesebühnenautor aus berlin
16 Uhr – CARTOUCHE *antifascist – chanson – punk aus paris
17 Uhr – DJ SPONTI MANIFESTANTI *kiezbeatz xberg
18 Uhr – REVOLUTIONÄRE 1.MAI DEMO *lausitzer platz
21 Uhr – THE MOVEMENT *antifascist mod-punk-rock-ska aus kopenhagen
22 Uhr – LA GALE *radical hip hop aus lausanne/beirut
23 Uhr – FERMIN MUGURUZA *mestizo – ska – hip hop – punkrock aus dem baskenland

Wir organisieren diese Bühne vor und nach der revolutionären ersten Mai Demo, weil wir keinen Bock auf eine sinnentleerte Biermeile haben! Weil wir hier wohnen und weil wir eine rebellische, linke Kultur präsentieren deren Teil wir sind! Wir kommen aus den unterschiedlichsten Strömungen, wir sind Teil verschiedener sozialer Kämpfe, Projekte und Strukturen. Wir sind unversöhnlich, wütend und fest entschlossen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen und wir werden unsere Stimme auch nicht an die Parteien abgeben, die uns mit leeren Versprechungen bescheissen. Wir wollen Teil einer Gesellschaft sein die kollektiv und selbstbestimmt ihren Alltag organisiert, in dem weder Geschlecht, Herkunft, Sexualität oder was auch immer für ein Konstrukt eine Rolle spielt.

Die Stadt sind wir Alle! Unsere Stadt funktioniert ganz anders als das, was uns als unumstösslich verkauft wird. Wir leben nicht auf Schienen, und auch nicht in einem Hamsterrad, einem Vakuum und nicht in einem Hochsicherheitsbereich. Die Stadt ist kein privatisiertes Areal, kein Club und keine Lobby, sondern der Ort der Menschen die in ihr leben wollen. Wir haben keine Lust mehr, uns bestimmen und massregeln zu lassen.

Die Stadt machen wir uns selbst! Wir wollen eine ganz, ganz andere Stadt! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Berlin! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Leben im Hier und Jetzt! Wir haben Sehnsucht nach bunten Fassaden, nach Freiräumen und Wagenplätzen, nach vielen Menschen auf der Strasse und nach emanzipatorischer Veränderung! Wir wollen uns nicht den ganzen Tag mit Arbeit und Stress um die Ohren schlagen, um Miete, Strom und Krankenkasse zahlen zu können, wir wollen uns auch nicht weiter von Ämtern schikanieren und blossstellen lassen. Wir beten kein goldenes Kalb an, keinen Boss und haben auch sonst keine Helden. Wir wollen Bewegungsfreiheit und Schönheit! Wir wollen Keine Kontrolleure in der U-Bahn und überhaupt keine Kontrollen die unsere Papiere verlangen und uns in Legale und Illegale spalten. Wir scheissen auf die Behörden die uns das Leben schwer machen und wir lehnen es ab, Randfiguren in einem schlechten Spiel zu sein.

Die Stadt sind wir Alle! Und wir wollen in ihr ein explosives, schönes Leben führen. Wir wollen aus den uns zugewiesenen Rollen ausbrechen. Frei, radikal und wild. Wir wollen ein Miteinander erleben, das Rassismus und Sexismus überwindet, ein Nebeneinander ohne Konkurrenz und Feindschaft, ohne Gewalt und Isolation. Wir rufen dazu auf, Gesellschaft neu zu denken! Eine Gesellschaft, in der Unterdrückung und Dummheit ein für alle Mal auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt wird. Eine Gesellschaft in der es Zeit und Raum gibt für Fortschritt, der den Menschen dient, und Arbeit die Sinn macht! Wir nehmen uns Platz für Mitbestimmung und Gestaltung, Respekt und Freiheit!

Wir haben die Schnauze voll von prügelnden Bullen und ihrem Pfefferspray, dem Ordnungsamt und Security Robotern in unseren Strassen, von Auflagen, Verordnungen und Bestimmungen. Wir wollen keine Überwachungskameras auf unseren Plätzen, kein Alles-Verboten-Schild auf dem Rasen und keine kommerzielle Bespassung für die Massen. Kein Helikopter mit seinen Wärmebildkameras und keine High Tech Überwachung auf all unseren Wegen. Wir wollen einen kunterbunten urbanen Dschungel in dem viele Welten Platz haben, die sich ausprobieren und ausleben können. Es ist unser Leben, unsere Zeit, unsere Stadt!

Uns hängt das beschissene Fernsehprogramm zum Hals raus, der totale Ausverkauf von Kultur und Bildung. Eine Unterhaltungsindustrie, die alles zu Plastik macht, verwurstet und verballert bis nur noch der grösste Stumpfsinn übrig bleibt. Kulturfabriken, die Trends im Sekundentakt produzieren und jede Kreativität ausquetschen und vermarkten. Die kreischende Stimme der Werbewelt, die uns jeden Tag anschreit: „kauft jede Menge sinnlosen Scheissdreck“ – Wir haben die gefilterten und schwachsinnigen Nachrichten satt, die uns Krieg und Naturzerstörung als Normalzustand eintrichtern, die uns erklären, was hier Recht und Unrecht ist. Wir haben die Reden der Politiker satt. Wir haben die Mächtigen der Welt satt! Der neoliberale Markt und die Rendite können kacken gehen! Der Standort Deutschland kann uns gestohlen bleiben und die, die Gehorsam, Rasse, Nation und Moral predigen, können uns mal! Wir brauchen Keine Rüstungskonzerne und kein Wettrennen an den Börsenmärkten. Wir haben den Reichtum satt! Wir ertragen den Überfluss nicht mehr!

Die Stadt sind wir Alle! Wir haben keine Lust mehr die nächste Mieterhöhung hinzunehmen, und erst Recht nicht uns vertreiben zu lassen. Wir wollen keine tote, sterile Stadt und keine cleanen Glasfassaden, keine Multinationalen Konzerne und keine Luxus Lofts für die Business Class. Wir wollen den Profit nicht, der der Motor eines Systems ist, das die Mehrheit der Menschheit nicht in Frieden, Freiheit und Würde leben lässt. Wir wollen das alles nicht! Wir wollen die nicht, die an Hunger, Elend und Not verdienen, die an Kriegen profitieren und wir wollen die nicht, die Geschäfte mit dem Tod machen. Nicht die, die nur Geld und Karriere kennen, und nicht die, die uns ein Paradies nach dem Tod versprechen. Wir sind widerspenstig, rebellisch und dagegen! Wir wollen kein Gift im Essen, keinen Atomstrom, kein Leistungsterror und keine Grenzen. Keinen Catwalk in unseren Kiezen und keinen Ego-Life-Style in einer masslosen Hochgeschwindigkeitswelt die durchgestylt nach Masterplan funktioniert. Keine Strassen die frei von Graffiti und jeder Art von Kunst und Mitgestaltung sind, keine teuren Clubs und Läden und auch sonst wollen wir keine Stadt, in der nur Kontrolle, Profit und Stumpfsinn regiert.

Die Stadt sind wir Alle! Wir wollen Freiflächen und Häuser, in denen wir zu Hause sein können mit allem was dazugehört, einem unkommerziellen Strassenleben und freundschaftlicher Nachbarschaft. Wir sind keine Kunden oder Mitglieder, keine VIPersons und auch sonst nichts, das sie uns als BeBerlinCity andrehen wollen! Wir ertragen die Friedhofsruhe nicht, und nicht die Sauberkeit steriler Einkaufspassagen. Wir wollen keine Ausgrenzung durch Geld oder Herkunft, keine Zugehörigkeit die erkauft werden muss – wo nur reinkommt, wer Glück hat oder rausfliegt, wer Pech hat.

Wir werden weiterhin für eine Stadt kämpfen, in der wir dem Leben auf der Spur sein können, denn genau darum geht es uns! Wir werden weiterhin dem Unrecht entgegen treten, völlig egal ob es in Form von Zwangsumzügen und Vertreibung daher kommt, oder als Abschiebung von Flüchtlingen, als Atomtransport, Gentechnisches Experiment, Luxusloft, Privatisierung oder als Aufmarsch von Neonazis. Wir kämpfen gegen die Zerstörung unseres Planeten und gegen die Feinde der Freiheit! Wir wollen Alles – Wir wollen Alles für Alle!

Wir grüssen die Refugees auf dem O-Platz Camp!
Wir grüssen die Köpi und den Wagenplatz!
Wir grüssen die Ton Steine Gärten und den Kinderbauernhof!
Wir grüssen das Georg von Rauchhaus und das New York im Bethanien!
Wir grüssen die Revolutionäre Erste Mai Demo!
Wir grüssen die Antifa Blockaden!
Wir grüssen die räumungsbedrohte Linienstrasse206!
Wir grüssen das BAIZ!
Wir grüssen den Wagenplatz an der Rummelsburg!
Wir grüssen das Blockupy Forum!
Wir grüssen die K.V.U.
Wir grüssen das Irving Zola Haus!
Wir grüssen die kollektiven Betriebe und Projekte!
Wir grüssen das MieterInnen Camp am Kotti!
Wir grüssen den revolutionären Ersten Mai auf der ganzen Welt!
Wir grüssen Kreuzberg – wir grüssen das ganz andere Berlin!

Die Stadt sind wir alle!
Barrio Antifascista 2013

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1. MAI 2012 – Barrio Antifascista

Dear Friends!

in den nächsten Tagen schreiben wir hier an dieser Stelle was dazu, wie das Barrio Antifascista 2012 aus unserer Sicht gelaufen ist. So viel schon mal vorweg – Wir sind bester Stimmung und freuen uns über den gelungenen Tag und den klasse Abend. Jetzt schon mal ein Dickes, Fettes THANK YOU an alle, die das Barrio möglich gemacht haben! Yok, Fil, DrowningDog, Dj Vaga, Shapur, Mono und Nikitaman und Don Eule – Danke für eure tollen Beiträge – Ihr seid super! Alle HelferInnen und SupporterInnen – Thanx a lot – die viele Arbeit hat sich gelohnt!

so weit – so gut! Bis bald, Eure barrio Antifascista Crew!

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PS.: hier ein Artikel im ND

thanx a lot for all great fotos to libertinus!

BARRIO ANTIFASCISTA 2012 CALLING

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir laden Euch herzlich zum diesjährigen Barrio Antifascista am 1. Mai in den Carlo Giuliani Park ein! Wir freuen uns auf einen bunten Nachmittag mit Gästen und NachbarInnen, auf eine kraftvolle und entschlossene Demo, und einen hoffentlich langen Abend mit Bands und DJs im Park.

Wir haben trotz einiger Schwierigkeiten und Nervereien ein Programm zusammengestellt, welches unser kultureller Beitrag zum revolutionären 1.Mai 2012 in Berlin Kreuzberg ist, ein Tag, den wir gern mit Euch allen zusammen erleben und gestalten wollen. Die Motivation, das Ganze noch einmal aufzuziehen war viel positives Feedback und unser Wunsch am 1. Mai einen Raum in Kreuzberg zu schaffen, der fernab von Kommerz und inhaltsleerer Bierstimmung Standpunkt bezieht. Nach der Erfahrung des letzten Jahres sind wir überzeugt, dass es möglich ist, auch an diesem Tag einen alternativen, politischen Space in Kreuzberg zu öffnen, der von Vielen gesucht und angenommen wird.

Letztes Jahr haben wir den „Carlo Giuliani Park“ eröffnet. Es war uns ein besonderes Anliegen zum 10. Jahrestag der Proteste von Genua und dem Tod Carlos zusammen zu kommen, zu erinnern und nach vorn zu schauen.

Dafür stehen wir auch heute: Dieser Park soll ein Freiraum sein, der den Menschen gehört, ein Ort der Begegnung und des Respekts – ein Park ohne Konsum- und Leistungsterror, ohne Sicherheitswahn und Überwachung. In Berlin gibt es kaum noch Plätze wo wir sein können, ohne Geld ausgeben zu müssen, ohne Kunde zu sein oder sich wie auf einem Laufsteg vorzukommen. Warum? Wer hat die Plätze gestohlen? Wer hat die Kultur, den Sinn für Musik, Kunst und Gemeinsamkeit gestohlen? Wer hat unsere Stadt gestohlen? Es sind die Verantwortlichen für Privatisierung und Kommerz, die Profitstrategen des freien Marktes, die Ingenieure des grauen Alltags. Es ist das Model der Konkurrenz, dem wir unsere kollektive Ablehnung entgegen stellen.

Der erste Mai verbindet uns mit allen kämpfenden Menschen weltweit, die aufstehen um für eine Welt einzutreten, in der Unterdrückung, Naturzerstörung, Krieg und das Wettrennen an den Börsen der Metropolen ein für alle Mal Geschichte sind.

Hier und heute demonstrieren wir unsere unversöhnliche Sehnsucht nach einem anderen, solidarischen Leben. An einem Ort jenseits von Verwertbarkeit, Konsum und ohne die einzige, richtige Wahrheit zu beanspruchen:

„Nein, es gibt keine alleinigen Wahrheiten, und auch keine endgültigen Kämpfe, aber es ist immer noch möglich, uns an möglichen Wahrheiten zu orientieren, im Gegensatz zu den offensichtlichen Nichtwahrheiten, und diese zu bekämpfen. Es ist möglich, einen Teil der Wahrheit zu sehen, sie aber nicht als solche zu erkennen – Aber es ist unmöglich, das Böse zu betrachten und es nicht als solches zu erkennen. Das Gute existiert nicht, aber das Böse, glauben wir, schon.“ (Subcommandante Marcos)

Ganz besonders danken und grüssen möchten wir den Nachbarschaftsgarten „Ton Steine Gärten“, das Rauchhaus und den Kinderbauernhof, die uns mit Vertrauen und freundschaftlicher Nachbarschaft zur Seite stehen. Food for Action, Kinderzirkus Zakk und die Schatzinsel, die Kistenkletter-Crew, die vielen fleissigen (Theken)helferInnen und alle die sich solidarisch beteiligen… you all rock und ohne euch würde es das Barrio in dieser Form nicht geben können!

In diesem Sinne freuen wir uns auf einen gemeinsamen Tag mit Euch Allen,
See you in the Barrio!

Eure Barrio Antifascista Crew.

alle Infos unter:

14 uhr DJ VAGA latinbeats
15 uhr YOK pocketpunk an ukulele und quetsche
16 uhr FIL UND SHARKEY berlins finest politcomedy
17 uhr DROWNING DOG AND DJ MALATESTA rap militante aus milano
18 uhr REVOLUTIONÄRE 1.MAI DEMO lausitzer platz
20 uhr SEVEN & ALORA O. global beats dub punk
21 uhr DJ SCHAPUR electro punk
22 uhr MONO UND NIKITAMAN raeggae live
23 uhr DJ DON EULE worldwide music cargo

Ab 14 Uhr: VOKÜ food for action +++ Kinderspace +++ Kistenklettern +++ Benefit Bar +++ Infostände +++ kaffee und Kuchen +++ Infos +++

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+ Cofe and Cakes – Kreuzdorf
+ Kinderzirkus Zack
+ Kistenklettern
+ Waffelstand
+ Infostände
+ Infos zu Boats4People
+ Infos zu Blockupy Frankfurt
+ Food 4 Action
+ Solibar

Barrio Antifascista – here we go…

Das Barrio Antifascista ist ein linkes Festival das jährlich am 1. Mai in Berlin Kreuzberg statfindet. Seit 2008 gestalten wir das kulturelle Programm in Bezug auf den revolutionären 1 Mai in Berlin Kreuzberg. In den ertsten beiden Jahren haben wir die Bühne am Kottbusser Tor organisiert und nach einer Pause im Jahr 2010 sind wir 2011 in den Carlo Giuliani Park umgezogen. Hier ist es uns gelungen einen alternativen freien Raum zu eröffnen, der Platz für chilliges Beisammensein, unkommerzielle Infostände, Kinderspace, Volksküche, Konzerte und vieles mehr bietet. Wärend der 1. Mai Demonstration machen wir eine Bühnenpause – das Programm geht dann im Anschluss an die Demo mit Live Acts weiter…
Bisher sind folgende KünstlrInnen nur für Fahrtkosten aufgetreten:
+ The Movement
+ Cartouche
+ Fermin Muguruza
+ La Gale
+ Ahne
+ YOK
+ DrowningDog
+ Mono und Nikitaman
+ Dj Eule
+ Dj Shapur
+ Fil und Sharkey
+ Banda Bassotti
+ Guts Pie Earshot
+ Keny Arkana
+ La Resistencia
+ Microphone Mafia
+ Chaoze One
+ Connection Musical
+ Dota und die Stadtpiraten
+ KOP
+ Tapete andthe crying Wolf
+ Detrend CityRockers
+ Irie Revoltes
+ 4 Xsample
+ Red Star Soundsystem
+ DJ Vega, Djane Alora O. Dj Seven

Barrio Antifascista Logo

Wir bedanken uns bei allen beteiligten für die fette Unterstützung und hoffen mit euch allen zusammen in den nächsten Jahren ähnlich tolle Tage und Abende wie am 1 Mai 2011 möglich machen zu können! Ganz besonders bedanken und grüssen möchten wir den Nachbarschaftsgarten Ton Steine Gärten - die uns mit Vertrauen und freundschaftlicher Nachbarschaft zur Seite gestanden haben. Food for Action, Kinderzirkus Zakk und die Schatzinsel, die Kistenkletter-Crew, die vielen fleissigen ThekenhelferInnen und alle die sich solidarisch beteiligt haben… you all rock und ohne euch würde es das Barrio in dieser Form nicht geben können! See ya 2012!

zwei kurze Videos vom Barrio Antifascista Konzert mit Irie Revoltes könnt ihr hier sehen! 1 und 2 Hier noch ein Video vom 1. Mai 2008 – als das Konzert noch auf dem Truck der Demo stattgefunden hat mit Keny Arkana
für ein ganz anderes Berlin – Barrio Antifascista!
Irie revoltes - Barrio Antifascista
Barrio Antifascista 2011


Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg


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Barrio Antifascista im Carlo Giuliani Park


Barrio Antifascista - La resistance
Barrio Antifascista - Berlin Kreuzberg


Keny Arkana Berlin Barrio Antifascista
Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg





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Beats against Fascism - Berlin Kreuzberg
Barrio Antifascista - berlin Kreuzberg

BARRIO ANTIFASCISTA

am 1. Mai 2011 ist die Barrio Antifascista Bühne in den Carlo Giuliani Park umgezogen – Der Park im Bethanien hat an diesem Tag seinen Namen erhalten. Dazu gab es folgende Erklärung, die wir hier dokumentieren:

10 Jahre nachdem Carlo Giuliani von der italienischen Polizei erschossen wurde, eröffnen wir den Carlo Giuliani Park in Berlin Kreuzberg. Dieser Park soll ein Freiraum sein, der den Menschen gehört, ein Ort der Begegnung und des Respekts – ein Park ohne Konsum- und Leistungsterror, ohne Sicherheitswahn und Überwachung. In Berlin gibt es kaum noch Plätze wo wir sein können, ohne Geld ausgeben zu müssen, ohne Kunde zu sein oder sich wie auf einem Laufsteg vorzukommen. Warum? Wer hat die Plätze gestohlen? Wer hat die Kultur, den Sinn für Musik, Kunst und Gemeinsamkeit gestohlen? Wer hat unsere Stadt gestohlen? Es sind die Verantwortlichen für Privatisierung und Kommerz, die Profitstrategen des freien Marktes, die Ingenieure des grauen Alltags.
Der Name Carlo`s soll uns erinnern und gleichzeitig nach vorne schauen lassen, uns Mut und Kraft geben weiterhin für eine Welt zu kämpfen, in der Unterdrückung, Naturzerstörung, Krieg und das Wettrennen an den Börsen der Metropolen ein für alle Mal Geschichte sind.
Vor 10 Jahren haben wir uns mit hunderttausenden Menschen aus der ganzen Welt in Genua getroffen um den selbsternannten Repräsentanten des globalen Nordens, den so genannten „G8“ unser „NEIN!“ entgegen zu schleudern. Unser „NEIN!“ zu ihrer Plastikwelt, die alles zu Waren macht, an der die Menschen nur noch als ProduzentInnen des Reichtums für einige Wenige teilnehmen dürfen. Unser „NEIN!“ zu einer Welt, auf der nur ein kleiner Teil der Bevölkerung das Recht auf Ernährung, Bildung und körperliche wie psychische Unversehrtheit hat. Unser „NEIN!“ zur tödlichen Logik des Kapitalismus.
Denn unser „NEIN!“ vereint und stärkt uns!
Unser „NEIN!“, überquert Grenzen, schmuggelt sich an Zollbehörden vorbei, überwindet die sprachlichen und kulturellen Unterschiede, und vereinigt den ehrlichen und noblen Teil der Menschheit, der auch, und das darf man nicht vergessen, ihre Mehrheit ist. Unser „NEIN!“ braucht keine Genehmigung, keine Partei und auch kein Hoffen auf eine höhere Gewalt.
Denn unser „NEIN!“ ist das „JA!“ zum Leben, zur Kollektivität, denn wir glauben an Solidarität und Schönheit – unser „NEIN!“ ist der Mut zur Utopie!
Wir, die wir uns in Genua trafen, waren geeint durch die Hoffnung und die Entschlossenheit für eine andere Welt zu kämpfen. Inspiriert durch die zapatistische Bewegung, die 1994 „eine andere Welt ist möglich“ ausrief. Wir waren Teil der Proteste von Seattle und Prag, der Weltsozialforen und unserer jeweiligen lokalen Kämpfe. Die Antwort der Herrschenden in Genua war klar: Auf die Köpfe, die sie nicht erobern konnten mussten sie einschlagen, die lauten Stimmen für eine andere Welt sollten zum Schweigen gebracht werden. Carlo wurde erschossen. Tausende wurden verletzt, verhaftet und gefoltert. In Bolzaneto, in der Diaz Schule, auf den Polizeistationen, im Gefängnis Marrassi. Wir haben nicht vergessen, und wir stehen noch immer hier!
Das, was damals schlecht war, ist heute noch beschissener. In atemberaubender Geschwindigkeit exportieren Sie Kriege, Klimakatastrophen und Börsencrashs. Unsere Hoffnung, dass sich dieses System selber zu Fall bringen würde, erfüllte sich bislang leider nicht. Eine Minderheit habsüchtiger Krimineller hat dem Rest der Menschheit und der ganzen Erde den Krieg erklärt. Wir erleben derzeit eine nukleare Katastrophe, für die die Mächtigen der Welt verantwortlich sind. In ihrem Profitwahn hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung, die Teile unseres Planeten unbewohnbar macht.
War vor 10 Jahren unser „NEIN!“ richtig, so ist es das heute erst Recht!
Allerorts formiert sich neuer Widerstand. Weltweit gehen die Menschen auf die Strasse und lassen sich nicht länger mit den ihnen zugewiesenen Zuschauerplätzen am Rande der Geschichte abspeisen. Der Hunger nach sozialem Umbruch und Würde ist da. Wir sind da!

„Man sagt uns, daß es sich bei der Globalisierung um einen unvermeidlichen Prozess handle, der wie die Schwerkraft wirke. Darauf antworten wir: Dann müssen wir eben die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft setzen.“ Subcomandante Marcos / Chiapas

Es lebe die Rebellion, die „NEIN!“ sagt!
Tod dem Tod!

Genova Libera – Berlin Kreuzberg 2011