Barrio Antifascista 2014

Ein Monat vor dem ersten Mai – höchste Zeit dass wir mit dem diesjährigen Line Up für das Barrio Antifaschista um die Ecke biegen:

Here we go:

Wir freuen uns besonders, in diesem Jahr unsere antifaschistischen Genossen von Moskow Death Brigade und What We Feel aus Moskau im Barrio begrüssen zu können.
Beide Bands und ihre Freund_Innen kämpfen seit Jahren aktiv auf der Strasse und mit ihrer kulturellen Arbeit gegen Neo-Nazis in Russland.
Ihre Tour ist Teil einer Öffentichkeits- und Spendenkampagne für die Angehörigen von Ivan „Vanya“ Khuturoskoy.
Ivan wurde 2009 im Treppenhaus zu seiner Wohnung von einem Neo-Nazi erschossen – er war Punkrocker, Skinhead, aktiver Antifaschist und Teil der WWF Crew.
Wir fühlen uns den Freund_Innen von Ivan eng verbunden, und sie in ihrem Engagement zu unterstützen ist für uns gelebte Solidarität und Sinn
und Zweck eines Ortes wie dem Barrio Antifascista.

Einige griechische Genoss_Innen aus der Stadt Perama werden uns von ihrem Kampf gegen sklavenartige
Arbeitsverhältnisse in ihrer Stadt, die eine Arbeitslosenquote von 90% hat und von dem Aufbau
eines selbstverwalteten Arbeitslosenzentrums berichten.

Mit Fil begrüssen wir einen altbekannten, aber immer wieder urkomischen und kurzweiligen
Freak, der mit dem Besten aus diversen Jahren Polit Comedy am Start ist. Den Abend abrunden werden unsere FreundInnen und Genoss_Innen Lena Stöhrfaktor,
Tapete und Guts Pie Earshot, die sich erst kürzlich zum „Outsourced Underground“  zusammengefunden haben. 

Nachmittags werden uns ausserdem Riva mit ein paar freshen aber auch legendären Tracks aus Anarchist Academy 
Zeiten unterhalten, der Insektologe Inox Kapell wird die Fauna des Carlo Giuliani Parks unter die Lupe
nehmen und freut sich über Eure Begleitung.
Wir sind gespannt!

Wir wollen auch dieses Jahr wieder einen Freiraum mit radikalem linken
Kulturprogramm schaffen. 
Es geht uns dabei aber nicht darum, ein tagesfüllendes Bespassungsprogramm
anzubieten, sondern einen Raum zu schaffen, der offen ist für Kommunikation und entspanntes, respektvolles
Miteinander, einen Ort, der zum Verweilen einlädt, zum Diskutieren, sich Informieren, lange nicht gesehene
GenossInnen wiedertreffen. Kein Raum des frontalen Konsums, sonder ein Ort für Alle, die sich davon angesprochen
fühlen und viel mehr als Bier und Mukke wollen. 
Das Barrio sind wir alle und es lebt davon, dass Ihr es nutzt und mitgestaltet!  

In der Zeit zwischen 18 und 21 Uhr passiert bei uns an der Bühne nix! Wir rufen Euch alle dazu auf, Euch an der revolutionären 1. Mai zu beteiligen!

Am 1. Mai – vor und nach der Revolutionären 1. Mai Demo – BARRIO ANTIFASCISTA Open Air – ab 14 Uhr im Carlo Giuliani Park!
14 Uhr – DJ VAGA *mestizo djset aus berlin
15 Uhr – RIVA *anarchist scademy
16 Uhr – FIL THE SCHRILL *berlins finest comedy
17 Uhr – DJ SPONTI MANIFESTANTI *kiezbeatz xberg
18 Uhr – REVOLUTIONÄRE 1.MAI DEMO *lausitzer platz
21 Uhr – MOSCOW DEATH BRIGADE *antifascist hip-hop from moskow
22 Uhr – WHAT WE FEEL *radical antifascist hardcore from moskow
23 Uhr – OUTSOURCED UNDERGROUND *lena störfaktor & tapete vs. guts pie earshot

15 & 16:30 Uhr – INOX KAPELL – Insektoide Exkursion im Carlo Giuliani Park

und natürlich wie immer: Kinderspace der Freien Schule Kreuzberg, Redebeiträge, Infotische, Kistenklettern und die Solibar.

Der Kampf um Befreiung ist international. Wir grüssen den revolutionären ersten Mai auf der ganzen Welt und Alle, die täglich für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen!

Barrio Antifascista im April 2014

Barrio Antifascista 1. Mai berlin Kreuzberg

V wie Verfassungsschutz

Viele, Viele Grüsse an das nö theater aus Köln!!! der Abend gestern im SO36 war klasse!

Ein restlos ausverkauftes SO36, ein klasse Publikum und ein stakes Stück auf der Bühne!! Für uns war es toll, den Abend veranstaltet zu haben – Dicker Dank geht raus, an alle die geholfen haben ihn möglich zu machen!

der Fotograf Christian Ditsch hat tolle Fotos von der Show gemacht:
FOTOS

Ihr hört mal was von uns, und das lange vor dem ersten Mai! Zusammen mit der Antifaschistischen Linken Berlin veranstalten wir das nö theater aus Köln mit ihrem Stück V wie Verfassungsschutz. Das Theater Stück wird am 05.12.2013 im kreuzberger SO36 aufgeführt!

Der Vorverkauf beginnt am 01. November und die Tickets gibt es bei Red Stuff , in der Buchhandlung Schwarze Risse oder im Disorder Rebel Store.

disorder rebel store barrio antifascista berlin kreuzberg

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Theaterstück / Deutsch

Wer ist eigentlich dieser „Verfassungsschutz“, was tut er und brauchen wir ihn überhaupt? Laut Angaben des Verfassungsschutzes beantworten drei Viertel der deutschen Bundesbürger diese Frage mit „Ja.“. Das nö-theater Köln stellt diesem jedoch ein klares „NÖ!“ entgegen. Auf Basis intensiver Interviews, Beobachtungen und Recherchen entwickelten sie das politische Satirestück „V wie Verfassungsschutz“. Es werden die Verstrickungen des deutschen Inlandsgeheimdienstes mit der NSU beleuchtet, die „fünf peinlichsten Fälle für den Verfassungsschutz“ neben den Pannen mit prostitutionsähnlichen V-Mann-Praktiken inszeniert. Dazwischen tanzt fröhlich Leo Lupix, das Maskottchen des Verfassungsschutzes. Die Kölner Theatertruppe hebt für uns den Zeigefinger und sagt: V wie… Vertuschung, V wie… Verzweiflung – V wie… Versagen.

Eine hohe Wand beklebt mit Zeitungen. Gefühlt aus jeder zweiten Schlagzeile plärren den Zuschauer die Worte „NSU“ und „Verfassungsschutz“ an. Schwarze Leuchtsignale eines Skandals. Die Wucht der Balken (hier ist das Wort „Schlagzeile“ wörtlich zu nehmen) hat offenbar auch die drei schwarz gekleideten Darsteller Talke Blaser, Asta Nechajute und Felix Höfner im Würgegriff. Wer ein Stück über den Verfassungsschutz erarbeitet, muss mit dem Recherche-Overkill rechnen: Suchmaschinen, Zeitungen, Fernsehen, Hörfunk, Bücher – die Medien quollen und quellen über von Infos und Meinungen zu den Versäumnissen des Verfassungsschutzes im Zusammenhang mit der rechtsradikalen Mordserie. Der junge Regisseur Janosch Roloff, der gerade seine Schauspielausbildung an der Theaterakademie beendet hat, macht in seiner dritten Inszenierung „V wie Verfassungsschutz“ aus der Überforderung eine Tugend und lässt das Schauspielertrio die Orientierungslosigkeit im Infodschungel gleich mitspielen.

Nichtsdestotrotz verirrt sich die Produktion nie im Dickicht des Materials. Da wird ein Anwerbeversuch wie in einer Zeitschleife immer wieder durchgespielt; die Beziehung zwischen V-Mann und Führungsoffizier berührt die Intimitätsgrenze; dass die ganze V-Mann-Unterwanderung letztlich aber auch den Terror mitfinanziert, ob nun von rechts oder links, wird dabei auch deutlich, natürlich fehlen auch nicht die Stammtischparolen in der Kneipe – und zu allem gehören selbstverständlich die klassischen Outfits von Bomberjacke über Trenchcoat bis zum biederen Bürokratenanzug. Es sind die bekannten Verfassungsschutztopoi – doch wie kommt man einer Behörde nah, deren primäre Aufgabe die eigene Unsichtbarkeit ist? Roloff und seine Truppe setzen die angelesenen Infos mit unseren vom Kino überformten romantischen Geheimdienstbildern in Beziehung und jonglieren lustvoll damit. Dabei wird auch klar, dass es einen tieferen Zusammenhang zwischen V-Mann und Theaterschauspieler gibt: Rollenspiel, multiple Identität und Verkleidungslust sind hier wie da anzutreffen.

Der Ton ist zwar immer ironisch-verspielt, selbst bei der Aufzählung der großen Skandale vom Schmücker-Mord bis zum Celler Loch, doch nie geht dabei das ernste Substrat dieser Groteske verloren. Es bleibt eine scharfe politische Kritik mit theatralen Mitteln, allerdings in einer komödiantischen Verkleidung. Verblüffend ist vor allem die bis in kleinste Gesten durchgeformte Haltung der drei Darsteller, die alle an der Theaterakademie studieren. Am Schluss allerdings suppt das Pathos kräftig über die Rampe, wenn die Morde der NSU und die Schauplätze, die die Truppe besucht hat, beschrieben werden. Hier wird der ganz dicke Pinsel geschwungen (oder sind die Tränen der Darsteller auch Ironie?). Nichtsdestotrotz ist „V wie Verfassungsschutz“ nach dem schon beachtlichen Dokustück „Der Vorgang Oury Jalloh“ Roloffs bisher beste Inszenierung, die jetzt schon Lust auf mehr macht.

See Ya there!!!

01.05.2013 – eine Woche später

Eine Woche nach dem ganzen Wirbel um den ersten Mai melden wir uns mit einem dicken, fetten und herzlichem THANK YOU ALL zurück auf Sendung! Thank you an die Theken Crew, die die Soli Bar grossartig gerockt hat, Thank you Pappsatt, Thank you an alle Bands und KünstlerInnen die aufgetreten sind, Thank you an die Infotische und die Vokü, die Kaffe und Kuchen Stände, Thank you Nachbarschaftsgarten, Rauchhaus und Kinderbauernhof, Thank you an die Techniker*innen, Thank you Freie Schule für den Kinderspace, Thank you an die vielen fleissigen Hände und ganz doll Thank you an Alle die dabei waren, und die angenehme Stimmung ausgemacht haben.

Das war das dritte Jahr, in dem wir das Barrio Antifascista im Carlo Giuliani Park organisiert haben, und das siebte Jahr, in dem wir das kulturelle Programm vor und nach der revolutionären ersten Mai Demo gestaltet haben. Wir sind, trotz enorm vieler Anstrengungen und einem fetten Batzen Arbeit guter Dinge, was dieses Projekt betrifft. Wir empfinden die gesamte Stimmung im Park als angenehm und als tatsächliche Alternative zu einem unpolitischen und sinnfreien Spektakel. Das es uns bei der Durchführung und Planung genau darum geht, haben wir schon mehrmals beschrieben, und auch dieses Jahr ist unser Resümee durchaus positiv! Wir freuen uns das es einen linken, unkommerziellen Ort gibt, den wir am ersten Mai in Kreuzberg lange vermisst haben, in dem es möglich ist Politik und Kultur zu verbinden, beisammen zu sein und eine Alternative zu den bestehenden Verhältnissen zu demonstrieren!

So Weit erstmal.
Barrio Antifascista Crew, 08. Mai 2013

Carlo Giuliani Park Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg
Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg
Barrio Antifascista 2013 Berlin Kreuzberg
Ahne Barrio Antifascista berlin Kreuzberg
Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg
Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg
barrio antifascista berlin kreuzberg
Barrio Antifascista Berlin Kreuzberg
Carlo Giuliani Park Barrio Antifascista

In All den Jahren haben folgende KünstlerInnen das Barrio Antifascista mit Ihren Auftritten unterstützt. Alle haben dabei auf ihre Gage verzichtet und wir finden das eine bemerkenswerte Liste zusammen gekommen ist!!! Danke Euch allen nochmals:

+ The Movement
+ Cartouche
+ Fermin Muguruza
+ La Gale
+ Ahne
+ YOK
+ DrowningDog
+ Mono und Nikitaman
+ Dj Eule
+ Dj Shapur
+ Fil und Sharkey
+ Banda Bassotti
+ Guts Pie Earshot
+ Keny Arkana
+ La Resistencia
+ Microphone Mafia
+ Chaoze One
+ Connection Musical
+ Dota und die Stadtpiraten
+ KOP
+ Tapete andthe crying Wolf
+ Detrend CityRockers
+ Irie Revoltes
+ 4 Xsample
+ Red Star Soundsystem
+ DJ Vega, Djane Alora O. Dj Seven

Barrio Antifascista 2013

Es ist unser Leben, unsere Zeit, unsere Stadt!

Wir heissen Euch Alle am ersten Mai im Carlo Giuliani Park willkommen – willkommen zu einem Tag des rebellischen, bunten, lauten, ungehorsamen Protests. Zu einem Tag des gemeinsamen Feierns und Kennenlernens. Zu einem Tag des gemeinsamen Demonstrierens, wo und wie es uns gefällt. Zu einem Tag, an dem unser NEIN noch hörbarer wird und weit über den Kiez hinaus schallt!

Am 1. Mai – vor und nach der Revolutionären 1. Mai Demo – BARRIO ANTIFASCISTA Open Air – ab 14 Uhr im Carlo Giuliani Park!

14 Uhr – DJ VAGA *mestizo djset aus berlin
15 Uhr – AHNE *lesebühnenautor aus berlin
16 Uhr – CARTOUCHE *antifascist – chanson – punk aus paris
17 Uhr – DJ SPONTI MANIFESTANTI *kiezbeatz xberg
18 Uhr – REVOLUTIONÄRE 1.MAI DEMO *lausitzer platz
21 Uhr – THE MOVEMENT *antifascist mod-punk-rock-ska aus kopenhagen
22 Uhr – LA GALE *radical hip hop aus lausanne/beirut
23 Uhr – FERMIN MUGURUZA *mestizo – ska – hip hop – punkrock aus dem baskenland

Wir organisieren diese Bühne vor und nach der revolutionären ersten Mai Demo, weil wir keinen Bock auf eine sinnentleerte Biermeile haben! Weil wir hier wohnen und weil wir eine rebellische, linke Kultur präsentieren deren Teil wir sind! Wir kommen aus den unterschiedlichsten Strömungen, wir sind Teil verschiedener sozialer Kämpfe, Projekte und Strukturen. Wir sind unversöhnlich, wütend und fest entschlossen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen und wir werden unsere Stimme auch nicht an die Parteien abgeben, die uns mit leeren Versprechungen bescheissen. Wir wollen Teil einer Gesellschaft sein die kollektiv und selbstbestimmt ihren Alltag organisiert, in dem weder Geschlecht, Herkunft, Sexualität oder was auch immer für ein Konstrukt eine Rolle spielt.

Die Stadt sind wir Alle! Unsere Stadt funktioniert ganz anders als das, was uns als unumstösslich verkauft wird. Wir leben nicht auf Schienen, und auch nicht in einem Hamsterrad, einem Vakuum und nicht in einem Hochsicherheitsbereich. Die Stadt ist kein privatisiertes Areal, kein Club und keine Lobby, sondern der Ort der Menschen die in ihr leben wollen. Wir haben keine Lust mehr, uns bestimmen und massregeln zu lassen.

Die Stadt machen wir uns selbst! Wir wollen eine ganz, ganz andere Stadt! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Berlin! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Leben im Hier und Jetzt! Wir haben Sehnsucht nach bunten Fassaden, nach Freiräumen und Wagenplätzen, nach vielen Menschen auf der Strasse und nach emanzipatorischer Veränderung! Wir wollen uns nicht den ganzen Tag mit Arbeit und Stress um die Ohren schlagen, um Miete, Strom und Krankenkasse zahlen zu können, wir wollen uns auch nicht weiter von Ämtern schikanieren und blossstellen lassen. Wir beten kein goldenes Kalb an, keinen Boss und haben auch sonst keine Helden. Wir wollen Bewegungsfreiheit und Schönheit! Wir wollen Keine Kontrolleure in der U-Bahn und überhaupt keine Kontrollen die unsere Papiere verlangen und uns in Legale und Illegale spalten. Wir scheissen auf die Behörden die uns das Leben schwer machen und wir lehnen es ab, Randfiguren in einem schlechten Spiel zu sein.

Die Stadt sind wir Alle! Und wir wollen in ihr ein explosives, schönes Leben führen. Wir wollen aus den uns zugewiesenen Rollen ausbrechen. Frei, radikal und wild. Wir wollen ein Miteinander erleben, das Rassismus und Sexismus überwindet, ein Nebeneinander ohne Konkurrenz und Feindschaft, ohne Gewalt und Isolation. Wir rufen dazu auf, Gesellschaft neu zu denken! Eine Gesellschaft, in der Unterdrückung und Dummheit ein für alle Mal auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt wird. Eine Gesellschaft in der es Zeit und Raum gibt für Fortschritt, der den Menschen dient, und Arbeit die Sinn macht! Wir nehmen uns Platz für Mitbestimmung und Gestaltung, Respekt und Freiheit!

Wir haben die Schnauze voll von prügelnden Bullen und ihrem Pfefferspray, dem Ordnungsamt und Security Robotern in unseren Strassen, von Auflagen, Verordnungen und Bestimmungen. Wir wollen keine Überwachungskameras auf unseren Plätzen, kein Alles-Verboten-Schild auf dem Rasen und keine kommerzielle Bespassung für die Massen. Kein Helikopter mit seinen Wärmebildkameras und keine High Tech Überwachung auf all unseren Wegen. Wir wollen einen kunterbunten urbanen Dschungel in dem viele Welten Platz haben, die sich ausprobieren und ausleben können. Es ist unser Leben, unsere Zeit, unsere Stadt!

Uns hängt das beschissene Fernsehprogramm zum Hals raus, der totale Ausverkauf von Kultur und Bildung. Eine Unterhaltungsindustrie, die alles zu Plastik macht, verwurstet und verballert bis nur noch der grösste Stumpfsinn übrig bleibt. Kulturfabriken, die Trends im Sekundentakt produzieren und jede Kreativität ausquetschen und vermarkten. Die kreischende Stimme der Werbewelt, die uns jeden Tag anschreit: „kauft jede Menge sinnlosen Scheissdreck“ – Wir haben die gefilterten und schwachsinnigen Nachrichten satt, die uns Krieg und Naturzerstörung als Normalzustand eintrichtern, die uns erklären, was hier Recht und Unrecht ist. Wir haben die Reden der Politiker satt. Wir haben die Mächtigen der Welt satt! Der neoliberale Markt und die Rendite können kacken gehen! Der Standort Deutschland kann uns gestohlen bleiben und die, die Gehorsam, Rasse, Nation und Moral predigen, können uns mal! Wir brauchen Keine Rüstungskonzerne und kein Wettrennen an den Börsenmärkten. Wir haben den Reichtum satt! Wir ertragen den Überfluss nicht mehr!

Die Stadt sind wir Alle! Wir haben keine Lust mehr die nächste Mieterhöhung hinzunehmen, und erst Recht nicht uns vertreiben zu lassen. Wir wollen keine tote, sterile Stadt und keine cleanen Glasfassaden, keine Multinationalen Konzerne und keine Luxus Lofts für die Business Class. Wir wollen den Profit nicht, der der Motor eines Systems ist, das die Mehrheit der Menschheit nicht in Frieden, Freiheit und Würde leben lässt. Wir wollen das alles nicht! Wir wollen die nicht, die an Hunger, Elend und Not verdienen, die an Kriegen profitieren und wir wollen die nicht, die Geschäfte mit dem Tod machen. Nicht die, die nur Geld und Karriere kennen, und nicht die, die uns ein Paradies nach dem Tod versprechen. Wir sind widerspenstig, rebellisch und dagegen! Wir wollen kein Gift im Essen, keinen Atomstrom, kein Leistungsterror und keine Grenzen. Keinen Catwalk in unseren Kiezen und keinen Ego-Life-Style in einer masslosen Hochgeschwindigkeitswelt die durchgestylt nach Masterplan funktioniert. Keine Strassen die frei von Graffiti und jeder Art von Kunst und Mitgestaltung sind, keine teuren Clubs und Läden und auch sonst wollen wir keine Stadt, in der nur Kontrolle, Profit und Stumpfsinn regiert.

Die Stadt sind wir Alle! Wir wollen Freiflächen und Häuser, in denen wir zu Hause sein können mit allem was dazugehört, einem unkommerziellen Strassenleben und freundschaftlicher Nachbarschaft. Wir sind keine Kunden oder Mitglieder, keine VIPersons und auch sonst nichts, das sie uns als BeBerlinCity andrehen wollen! Wir ertragen die Friedhofsruhe nicht, und nicht die Sauberkeit steriler Einkaufspassagen. Wir wollen keine Ausgrenzung durch Geld oder Herkunft, keine Zugehörigkeit die erkauft werden muss – wo nur reinkommt, wer Glück hat oder rausfliegt, wer Pech hat.

Wir werden weiterhin für eine Stadt kämpfen, in der wir dem Leben auf der Spur sein können, denn genau darum geht es uns! Wir werden weiterhin dem Unrecht entgegen treten, völlig egal ob es in Form von Zwangsumzügen und Vertreibung daher kommt, oder als Abschiebung von Flüchtlingen, als Atomtransport, Gentechnisches Experiment, Luxusloft, Privatisierung oder als Aufmarsch von Neonazis. Wir kämpfen gegen die Zerstörung unseres Planeten und gegen die Feinde der Freiheit! Wir wollen Alles – Wir wollen Alles für Alle!

Wir grüssen die Refugees auf dem O-Platz Camp!
Wir grüssen die Köpi und den Wagenplatz!
Wir grüssen die Ton Steine Gärten und den Kinderbauernhof!
Wir grüssen das Georg von Rauchhaus und das New York im Bethanien!
Wir grüssen die Revolutionäre Erste Mai Demo!
Wir grüssen die Antifa Blockaden!
Wir grüssen die räumungsbedrohte Linienstrasse206!
Wir grüssen das BAIZ!
Wir grüssen den Wagenplatz an der Rummelsburg!
Wir grüssen das Blockupy Forum!
Wir grüssen die K.V.U.
Wir grüssen das Irving Zola Haus!
Wir grüssen die kollektiven Betriebe und Projekte!
Wir grüssen das MieterInnen Camp am Kotti!
Wir grüssen den revolutionären Ersten Mai auf der ganzen Welt!
Wir grüssen Kreuzberg – wir grüssen das ganz andere Berlin!

Die Stadt sind wir alle!
Barrio Antifascista 2013

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1. MAI 2012 – Barrio Antifascista

Dear Friends!

in den nächsten Tagen schreiben wir hier an dieser Stelle was dazu, wie das Barrio Antifascista 2012 aus unserer Sicht gelaufen ist. So viel schon mal vorweg – Wir sind bester Stimmung und freuen uns über den gelungenen Tag und den klasse Abend. Jetzt schon mal ein Dickes, Fettes THANK YOU an alle, die das Barrio möglich gemacht haben! Yok, Fil, DrowningDog, Dj Vaga, Shapur, Mono und Nikitaman und Don Eule – Danke für eure tollen Beiträge – Ihr seid super! Alle HelferInnen und SupporterInnen – Thanx a lot – die viele Arbeit hat sich gelohnt!

so weit – so gut! Bis bald, Eure barrio Antifascista Crew!

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PS.: hier ein Artikel im ND

thanx a lot for all great fotos to libertinus!



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